Rückhalten statt nur speichern
Bei einer klassischen Nutzungszisterne soll möglichst viel Wasser verfügbar bleiben. Bei einer Retentionsanlage ist ein Teil des Volumens dagegen für den nächsten Regen freizuhalten. Die Drossel lässt diesen Bereich langsam in den vorgesehenen Ablauf entwässern.
Das geforderte Rückhaltevolumen und der maximal zulässige Abfluss stehen meist in Baugenehmigung, Entwässerungsgenehmigung oder Entwässerungsplanung. Diese Werte dürfen nicht geschätzt oder auf einen nahe gelegenen Standardwert gerundet werden.
Retention und Nutzung sauber trennen
Bei einer Kombinationsanlage liegt das Nutzvolumen im unteren Bereich. Oberhalb befindet sich der Retentionsraum. Regenwasser für die Nutzung bleibt verfügbar, während zusätzliches Wasser nach einem Ereignis gedrosselt abgegeben wird.
Für die angebotenen Behälter gilt eine unverhandelbare Auswahlregel: Das Gesamtvolumen des Tanks muss strikt größer als gefordertes Retentionsvolumen plus erforderliches Nutzvolumen sein. Der Grund ist der konstruktive Abstand der Drossel zum Tankboden.
Warum der Drosselabfluss exakt sein muss
Drosseln sind für definierte Abflusswerte ausgelegt. Ein behördlich vorgegebener Wert von beispielsweise 0,80 l/s darf nicht durch 0,83 l/s oder 1,00 l/s ersetzt werden. Ist kein exakt passender, technisch bestätigter Wert verfügbar, wird die Standardauswahl blockiert und eine individuelle Prüfung verlangt.
Eine schwimmende Drossel entnimmt Wasser nahe der Oberfläche. Drossel, Siphon, Notüberlauf und Tankanschluss werden deshalb als zusammengehörige Komponenten ausgewählt.
Drossel und Tankanschluss müssen zusammenpassen
Die Drosselbaureihen verwenden definierte Anschlussnennweiten. Passt die benötigte Drossel nicht zu den serienmäßigen Tanköffnungen, weist der Planer eine passende werksseitige Anschlussausführung aus.
Der vorgegebene Ablaufwert bleibt dabei unverändert. Weder die Anschlussnennweite noch ein benachbarter Standardwert dürfen die behördliche Vorgabe still ersetzen.
Diese Unterlagen sollten Sie bereithalten
Suchen Sie in Ihren Unterlagen nach Begriffen wie Rückhaltevolumen, Retentionsvolumen, maximaler Abfluss, Einleitmenge, Drosselabfluss oder Überflutungsnachweis. Relevant sind immer Wert und Einheit sowie der Bezug zum Grundstück.
Sind die Angaben widersprüchlich, sollte die zuständige Planung oder Behörde die Vorgabe schriftlich bestätigen. Eine größere Drossel oder ein kleineres Rückhaltevolumen darf nicht aus Komfortgründen angenommen werden.
- exaktes Rückhaltevolumen in Litern oder Kubikmetern
- maximaler Abfluss in Litern pro Sekunde
- eventuelle Auflagen zu Drossel und Notüberlauf
Vom Bescheid zur Anlagenübersicht
Im geführten Planer erfassen Sie zunächst die behördlichen Werte und danach die gewünschte Nutzung. Die Produktauswahl prüft Volumenregel, verfügbaren Drosselwert, Tankmaterial und Verkehrsbelastung gemeinsam. Grund- oder Stauwasser wird nicht abgefragt und muss separat vor Ort geprüft werden.
Das Ergebnis zeigt Nutz-, Retentions- und Reservevolumen als klare Zahlen, nennt den exakten Drosselwert und führt noch zu bestätigende Komponentenausführungen auf. Alle angezeigten Beträge sind Circa-Preise; Ausführung und verbindlicher Preis werden erst im Angebot bestätigt.
Passende Zisterne für Ihre Angaben berechnen
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