Die Grundformel für den Regenertrag
Der theoretische Jahresertrag ergibt sich aus Jahresniederschlag in Millimetern, angeschlossener projizierter Dachfläche in Quadratmetern, dem Abflussbeiwert der Dachart und dem Wirkungsgrad des Filters. Ein Millimeter Regen auf einem Quadratmeter entspricht einem Liter Wasser.
Die projizierte Dachfläche ist die waagerechte Grundfläche unter dem Dach einschließlich Dachüberstand. Die schräge Ziegelfläche wird nicht verwendet. Sind nur einzelne Fallrohre angeschlossen, wird der angeschlossene Anteil entsprechend reduziert.
- Jahresniederschlag × projizierte Dachfläche
- × angeschlossener Anteil
- × Abflussbeiwert der Dachart
- × Filterwirkungsgrad
Warum der Standort zählt
Die Niederschlagsmenge unterscheidet sich regional deutlich. Ein einzelnes Wetterjahr ist für die Planung ungeeignet, weil es besonders nass oder trocken sein kann. Sinnvoll ist ein langjähriger Mittelwert. Der Planer nutzt deshalb lokal hinterlegte Rasterwerte der Referenzperiode 1991 bis 2020.
Ein langjähriger Jahreswert sagt noch nichts über jede Trockenphase aus. Deshalb wird die Zisternengröße nicht einfach auf den gesamten Jahresertrag ausgelegt. Eine Reserve über mehrere Tage oder Wochen bildet typische Trockenphasen ab, ohne einen übergroßen, selten gefüllten Tank zu erzwingen.
Wasserbedarf realistisch abschätzen
Für den Garten zählen bewässerte Fläche, Bepflanzung, Boden, gewünschte Intensität und Reservezeit. Gemüsebeete und intensive Rasenbewässerung benötigen typischerweise mehr als robuste Gehölze. Sandige Böden speichern weniger Wasser als lehmige Böden.
Bei Hausnutzung kommen Toilettenspülung und optional Waschmaschine hinzu. Personenanzahl und Nutzungsumfang sind dabei wichtiger als die Zahl der angeschlossenen Räume. Trinkwasser- und Betriebswassernetz müssen strikt getrennt ausgeführt werden.
Ertrag, Bedarf und Speichervolumen zusammenführen
Der kleinste Wert aus verfügbarem Ertrag und realistischem Bedarf begrenzt den sinnvollen jährlichen Nutzen. Das Speichervolumen soll genug Reserve bereitstellen, aber regelmäßig umgeschlagen werden. Ein zu großer Tank verbessert die Versorgung nicht automatisch, wenn zu wenig Dachfläche angeschlossen ist.
Der Planer zeigt Ertrag, Bedarf und empfohlenes Nutzvolumen getrennt. So erkennen Sie, ob zusätzliche Dachflächen mehr bringen würden oder ob der Bedarf bereits deutlich unter dem möglichen Ertrag liegt.
Sonderfall Retention
Bei einer Retentions- oder Kombinationsanlage kommt ein behördlich vorgegebenes Rückhaltevolumen hinzu. Für die angebotenen Systeme muss das Tank-Gesamtvolumen strikt größer als Retentionsvolumen plus Nutzvolumen sein. Eine exakte Gleichheit reicht technisch nicht aus, weil die schwimmende Drossel Abstand zum Tankboden benötigt.
Ein Beispiel: 4.000 Liter Retention plus 3.000 Liter Nutzung dürfen nicht zu einem Tank mit exakt 7.000 Litern führen. Es wird mindestens das nächstgrößere technisch geeignete Modell benötigt.
Was eine belastbare Berechnung zusätzlich braucht
Volumen allein entscheidet nicht. Verkehrsbelastung, Filter-Dachflächenlimit und Leitungsnennweite beeinflussen die Produktauswahl. Lieferlogistik sowie der höchste Grund- oder Stauwasserstand werden vor Ort getrennt geprüft.
Im Ergebnis sollten Rechenweg, Datenstand, gewählte Produkte, Circa-Kosten und noch zu bestätigende Ausführungen sichtbar sein. Genau das leistet der geführte Planer.
- Dachflächen und Standortwert prüfen
- Nutzung und Reserve festlegen
- behördliche Vorgaben exakt übernehmen
- Tankstandort und Last festlegen, Wasserstand örtlich prüfen
- Ergebnis-PDF für die Angebotsanfrage verwenden
Passende Zisterne für Ihre Angaben berechnen
Übertragen Sie das Wissen direkt auf Dach, Nutzung, Retention und Tankstandort.